LE BANC

Design

Fotos, die vor deinen Augen verschwinden

Fotos waren von Anfang an außerhalb des Rahmens. Ein Bild wird gespeichert, ausgeliefert, zwischengespeichert — und wir speichern nichts.

Am Ende haben wir sie doch hinzugefügt, unter einer Bedingung: dass sie sich verhalten wie der Rest der Bank. Sie leben vierzig Sekunden im Arbeitsspeicher, im selben Prozess wie die Nachrichten, ohne je eine Festplatte zu berühren. Nirgends wird eine Datei geschrieben.

Die Zerstörung ist sichtbar

Ein Foto ist zehn Sekunden scharf. Dann pixelt es zwanzig Sekunden lang, immer gröber, bis nur noch eine Handvoll Quadrate übrig ist. Dann verschwindet es, und das Bild wird endgültig abgebaut.

Wir hätten es auf einen Schlag verschwinden lassen können. Der allmähliche Zerfall sagt etwas, das ein plötzliches Verschwinden nicht sagt: er zeigt dir die Zeit, während sie vergeht. Du siehst ein Bild an und weißt, dass es gerade stirbt, und das ändert, wie du es ansiehst.

Der Rest ist technischer Hausverstand. Das Bild wird auf deinem Handy verkleinert, bevor es losgeht — 1080 Pixel an der langen Kante, nie hohe Auflösung. Das Neukodieren wirft dabei die EXIF-Daten weg, und damit die GPS-Koordinaten der Kamera. Und nur wer auf derselben Bank sitzt, kann die Bytes abholen.

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