Du sitzt mit zehn Fremden auf einer Bank.
Kein Konto, kein Spitzname, kein Profilbild. Die Bank gibt dir für einen Tag einen altmodischen Vornamen und setzt dich zu den nächstgelegenen Handys. Um Mitternacht, Brüsseler Zeit, wird alles gelöscht — die Nachrichten, die Namen, die Bank selbst.
So läuft das
Vier Regeln, mehr nicht.
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Ein Name pro Tag
Firmin, Josiane, Ghislaine. Aus einer Liste mit Namen von früher, einmalig auf der Bank, um Mitternacht vergessen.
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Zehn Plätze
Die Bank setzt dich zu den nächstgelegenen Handys. Ist niemand in der Nähe, sucht sie weiter weg — und die Entfernung wird zum Witz.
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Nichts wird behalten
Keine Datenbank. Nachrichten leben im Arbeitsspeicher, Fotos dreißig Sekunden, und der Server vergisst jede Nacht alles.
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Benimm dich
Filter auf dem Server, Meldung mit drei Stimmen, lokales Ausblenden. Nur für Erwachsene, und die Bank diskutiert nicht.
Journal
Was wir zwischen zwei Bänken schreiben
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Fotos, die vor deinen Augen verschwinden
Zehn scharfe Sekunden, zwanzig Sekunden Pixel, dann nichts. Wie wir Bilder hinzugefügt haben, ohne das Prinzip zu verraten.
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Langeweile ist eine Funktion
Die Bank ist oft leer und oft still. Wir sehen das nicht mehr als Fehler.
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Warum zehn Plätze
Drei ist brüchig. Fünfzig ist ein Feed. Die Zahl, die funktioniert, liegt dazwischen.