Warum zehn Plätze
Eine Bank hat zehn Plätze. Es ist eine Umgebungsvariable, also in einer Sekunde änderbar, und trotzdem hat sie sich seit dem ersten Tag nicht bewegt.
Darunter ist die Bank brüchig. Zu dritt: schweigen zwei, sitzt die dritte Person allein in einem beleuchteten Raum. Die Stille wird unangenehm statt bequem.
Die Decke
Über fünfzehn bricht etwas anderes. Man verfolgt nicht mehr, wer wer ist. Die Namen verlieren ihre Kraft — Firmin ist keine Person mehr, sondern ein Etikett in einer Liste. Nachrichten überlagern sich, Antworten kommen versetzt, und man bekommt einen Feed, also genau das, was wir nicht bauen wollten.
Zehn ist ungefähr die Zahl von Leuten, die man mühelos im Kopf behält. Es ist zufällig auch die Zahl, die auf eine lange Bank passt, wenn man ein bisschen zusammenrückt und Ellbogenkontakt akzeptiert.
Ist eine Bank voll, verlängern wir sie nicht: wir machen eine zweite. Eine volle Bank bleibt eine Bank; eine elastische Bank wird ein Saal.